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Studie "Flugverlaufsdaten als Grundlage für Fluglärmberechnungen" im Auftrag des Umweltbundesamtes abgeschlossen und veröffentlicht

März 2022 | Umwelt

Über drei Jahre hat GfL die mögliche Nutzung von "Flugverlaufsdaten als Grundlage für Fluglärmberechnungen" im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) untersucht. Das Projekt wurde im Dezember 2021 abgeschlossen. Im März 2022 steht nunmehr der Bericht in der Reihe UBA TEXTE mit der Nummer 22/2022 (https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/flugverlaufsdaten-als-grundlage-fuer) bereit. Hier können Sie die 90minütige Abschlusspräsentation per Video nachträglich einsehen. (CC BY-NC-ND, https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode.de).

Studienziel war die Prüfung aktueller Fluglärmberechnungsverfahren auf die mögliche Bezugnahme auf tatsächliche Flugverlaufsdaten in den Teilschritten

  1. Untersuchung der Überwachungssysteme und deren Daten (FANOMOS, ADS-B, MLAT, WAM)
  2. Analyse von Lärmberechnungsverfahren im nationalen und internationalen Kontext
  3. Aufbereitung der Flugbewegungsdaten
  4. Exkurs: Berechnung von Luftfahrzeugmasse und Schub zur Prädiktion des Bewegungsverhaltens
  5. Anwendung: Fallstudie für zwei deutsche Verkehrsflughäfen

Im Ergebnis konnte gezeigt werden, dass eine mittels Flugverlaufsdaten erweiterte Berechnung methodisch und technisch mit beherrschbarem Aufwand durchführbar und damit grundsätzlich auch für eine gesetzliche Normierung geeignet ist. Durch die Ablösung typischer Flugverläufe durch real erfasste Flugbewegungsdaten können nochmals realitätsnähere Ergebnisse erzielt werden, wie Validierungen zeigen. Manuelle Schritte zur Aufarbeitung der Datensätze (DES-Erstellung) können hierbei gut automatisiert werden (Pre-processing aufgezeichneter Verkehrsdaten). Natürlich aber ist das Verfahren abhängig von hochqualitativen Verkehrs- und Meteorologie-Daten.

GfL entwickelt die Methoden zur Datenfusion und Filterung von RADAR- und ADS-B-Daten zum Erlangen hoher, kinematisch "korrekter" Datenqualität stetig weiter, datenseitig unterstützt durch die DFS. Die Auswertung und Interpolation von Open-Access-Wetterdaten des DWD wird im Rahmen der Weiterentwicklung von ETAS in Zusammenarbeit mit der TU Dresden (Trajectory Management — Professur für Technologie und Logistik des Luftverkehrs — TU Dresden (tu-dresden.de) untersucht.


Zusammenfassung der Ergebnisse

Vollständige Präsentation

Darstellung Lärmdifferenzkontouren (© GfL mbH)
Darstellung Lärmdifferenzkontouren (© GfL mbH)